Kihōn

Die Grundlage und das Fundament unserer Kampfkunst

"Die Energien bündeln."

Kihōn (jap. 基本)

ist die Grundlage / das Fundament der Kampfkunst und sollte in jeder Übung geübt werden. Die Bewegungen, aus denen sich die Übungen zusammensetzen, werden so oft wiederholt bis sie zur eigenen Natur werden und damit völlig natürlich. Die Bewegungen können dann ohne geistige Anstrengung (Mushin jap. 無心) automatisch ablaufen, so wie es die entsprechende Situation erfordert. Die kognitive Ebene wird ausgeschaltet, der Körper weiß die Antwort bevor der „Kopf“ die Frage stellt und reagiert entsprechend. Gleichzeitig ist Kihōn die „Referenz“, an die man sich halten kann. Ist Kihōn entsprechend verinnerlicht kann man immer wieder dorthin zurückkehren und sich im Zweifelsfall über die Ausführung einer Bewegung Klarheit verschaffen.

 

Im Okinawa Shorinryu Shidokan Karate gibt es die Kihōn Kata - festgelegte Übungen, in denen das Kihōn unserer Stilrichtung geübt wird. Neben den Kihōn Kata gibt es noch andere Kihōn Übungen, in diesen Übungen werden die grundlegenden Positionen und Bewegungen in unterschiedlicher Komplexität geübt. Zum Beispiel als Solo- und Partnerübung, mit und ohne Kontakt, als Kraft-, Abhärtungs-, Konditionsübung oder als „Meditation in Bewegung“.

 

Die Aktivierung des in uns ruhenden körperlichen, geistigen und spirituellen Potenzials und deren gegenseitige Verschränkung/Verstärkung ist durch die Übung der Kihōn möglich.  

 

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