Kumite

"Das Verbinden der Hände" als Partnerübung und im freien Kampf

Übe Dich in der Entschlossenheit zum Glücklichsein

Kumite (jap. 組手)

entsteht wie das Kihōn und Bunkai aus der Kata. Die Übungen mit dem Partner sind sehr vielschichtig und reichen vom Kihōn Kumite über Fukushiki Kumite bis hin zum “Freien Zweikampf” und können mit und ohne Kontakt (Trefferwirkung) geübt werden. Jede Art von Kumite schult bestimmte körperliche und geistige Fähigkeiten, die es im Sinne des Budōs zu entwickeln gilt.

 

Auch im Kumite gilt, wie in der Kihōn- und Kataübung das Erlangen von Mushin (jap. 無心) durch beständige und wiederholte Übung. Die dabei entstehenden physischen wie auch psychischen Herausforderungen gilt es zu meistern.

 

Dabei ist auf eine im Sinne des Budōs angemessenen Partnerarbeit zu achten, die auf Zusammenarbeit und gegenseitiger Fürsorge beruht. Das Kumite zielt nicht wie sportliche Wettkämpfe auf einen Wettbewerbsgeist ab, bei dem es nur einen Gewinner und einen Verlierer geben kann. Ein wettbewerbsorientierter Geist untergräbt das Wachstum, weil er auf der Befriedigung des Ichs beruht, was die Selbstwahrnehmung trübt. Wahres Wachstum im Budōgeist entsteht nur durch ein ehrliches Selbstbild, das uns unsere Partner in der Übung zeigen können, wenn wir mit unserem Geist und Körper zuhören.

 

Mushin (ein absichtsloser Geist) ist der richtige mentale Zustand, um in einem kritischen Moment eine entscheidende Bewegung auszuführen und Demut ist der richtige mentale Zustand, um diese Bewegungen zu erlernen.

 

Mit dieser geistigen Einstellung entwickeln wir durch die Budō-Übung ein freundschaftliches Miteinander (Buyu-Budofreundschaft) und damit ein friedfertiges und glückliches Herz - unsere Herztechnik (kokoro waza). 

 

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