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Shorinryu

Aktualisiert: 23. Jan. 2023

Okinawa Shorinryu Shidokan Karate Do


Shurei-mon Tor
Shurei-mon (jap. 守礼門, sinngemäß deutsch „Tor des Anstands“) ist das Eingangstor zur Burg Shuri in Shuri, Naha auf Okinawa. Es wurde während der Herrschaft von König Shō Sei (reg. 1527–1555) um 1526 errichtet.

Historie – ein Blick zurück: Das Königreich RyuKyu (japanisch 琉球王国 Ryūkyū Ōkoku) war von 1429 – 1879 ein unabhängiger Staat. Zum Herrschaftsbereich gehörte ein Großteil des Inselarchipel Ryukyu zu deren Hauptinseln die Insel Okinawa gehört. Im Jahre 1609 wurde das Königreich von dem japanischen Satsuma Clan angegriffen und besiegt. In der Folge war das Königreich neben dem chinesischen Kaiserhof auch dem Satsuma Clan tributpflichtig. Im Jahre 1879 schaffte die japanische Regierung das Königreich Ryūkyū ab und gliederte die Inseln in die Präfektur Okinawa ein. Als Knotenpunkt für Handel und strategische Interessen in der Region fand auf Okinawa ein reger Austausch von Ideen und Kultur statt so auch über die Methoden der Kampfkünste. Die Ansiedlung der 36 Familien aus der Provinz Fujian auf Wunsch des Königs von Ryūkyū im Jahre 1392 zur Unterstützung der Wirtschaft führte zu einem engen Kontakt mit chinesischen Kampfmethoden. Diese Verbindung ist heute noch in der Bezeichnung »jap. Shō rin« = »chin. Shaō lin« = »dt. kleiner Wald« wiederzufinden. Nicht nur die Verbindung in der Sprache ist geblieben auch in den Kampfmethoden des Okinawa Karate finden sich die verschiedenen Einflüsse aus den Kampfkünsten des ost- und südostasiatischen Raumes wieder und führten in ihrer Synthese zu einer vielschichtigen und umfassenden Kampfkunst die heute als Okinawa Karate bezeichnet wird.


Shōrin-ryū Das tradtionelle Shuri-te (Karate, Hand aus Shuri) gründet auf dem Prinzip des Atemi. Zentrale Idee ist, dass eine Abwehr (Uke) nicht nur der eigenen Verteidigung gegen den Angreifer dient, sondern gleichzeitig dazu, den Angriff zu vernichten. Idealerweise sollte man die Hände und Füße so trainieren, dass sie einen Zustand erreichen, in dem Kraft und Flexibilität genauso nebeneinander existieren, wie Stahl gleichzeitig hart und elastisch ist. Ziel dieser Übung ist die Gleichzeitigkeit von Angriff und Verteidigung.​

Deutliche Charakteristika entwickelte der Stil zuerst unter Meister Sakugawa (1733 – 1815), der in Shuri, der früheren Hauptstadt Okinawas, lebte und der als erster historisch bekannter Meister des Shuri-te gilt. Großen Wert legte Meister Sakugawa auf die innere Einstellung und das Verhalten seiner Schüler. So überrascht es nicht, dass er als Begründer der Dojokun (Verhaltensregeln) gilt, die das Auftreten und Verhalten der Kampfkünstler bis in unsere Tage prägen. Als 78-Jähriger unterrichtete er bis zu seinem Tod den damals noch jungen Matsumura Sōkon (+1896) aus Shuri.


Nach seiner Ausbildung stand Matsumura als Leibwache im Dienst mehrerer okinawanischer Könige. Ebenso wie sein Lehrer Sakugawa besuchte er mehrmals China, um die dortigen Kampfkünste zu studieren. Matsumura erlangte weit über seine Heimat hinaus große Berühmtheit und erhielt vom König Ryūkyū den Titel »Bushi« (jap. Samurai).​

Der Stil Matsumuras wurde stark durch alte chinesische Shaolin-Techiken geprägt. Er selbst soll ihn als »Shōrin-ryū gokoku-an Karate« (Karate aus dem Shaolin-Kloster, zur Verteidigung der Heimat) bezeichnet haben – Matsumura gilt heute als prominenteste Persönlichkeit des traditionellen »Shōrin-ryū«. Besonderes Kennzeichen des Stiles wurde die Kata Passai und noch heute zählt die Kata Matsumura no Passai zu den systemprägenden Kata des Shōrin-ryū.



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